Karneval bei kaiserlichem Wetter
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Karneval bei kaiserlichem Wetter

Ratingen

Die tollen Tage sind vorbei und damit auch  viele Sitzungen und kleinere Karnevalsveranstaltungen, die traditionell von uns sanitätsdienstlich betreut wurden.

Erstmalig unterstüzten wir die Malteser Ratingen beim Sanitätsdienst am Altweiber-Donnerstag auf dem Marktplatz und anschließend in der Ratinger Stadthalle. Während es auf dem Marktplatz zahlreiche Hilfeleistungen gab, waren in der Stadthalle keine besonderen Vorkommnisse zu melden.

Die jährlichen Umzüge starteten wie jedes Jahr am Sonntag mit dem Kinderkarnevalzug in Lintorf.  Hier standen neben 38 Helfer des DRK und MHD, die als Fußstreifen den Zug begleiteten, auch Kranken- und Rettungswagen sowie ein Notarzteinsatzfahrzeug der JUH bereit.

Traditionell hatte das DRK Ratingen alle teilnehmenden Organisationen für 13:00 Uhr zum gemeinsamen Berliner Essen eingeladen. Um 14:00 Uhr fand in den Räumlichkeiten des DRK die Einsatzbesprechung statt. Anschließend (gegen 14:20 Uhr) besetzten die Rettungsmittel ihre Standorte. Die Zugbegleitung begab sich zum Aufstellungsort in unmittelbarer Nähe der DRK-Wache, sodass der Zug wie immer pünktlich um 15:11 Uhr starten konnte.

Im Nachgang zur Loveparade-Tragödie wurden auch in Ratingen die Sicherheitskonzepte der beiden Züge genauestens unter die Lupe genommen. Veranstalter, Polizei, Ordnungsamt und Feuerwehr haben ganze Arbeit geleistet und ein umfassendes Sicherheitskonzept entwickelt. Alles nur erdenklich Mögliche wurde durchdacht. Glücklicherweise konnten dank des Kaiserwetters am Sonntag-Morgen beim letzten Briefing die Punkte "Unwetter" sowie "Eis und Schnee" zügig abgehandelt werden.
Das überdachte Konzept zeigte aber vor allem eines: In Ratingen wurde schon immer sehr sicher gefeiert.
Für den Kinderkarnevalszug war die sanitätsdienstliche Vorhaltung von Helfern und Fahrzeugen schon immer so dimensioniert, dass für 2011 keine Änderungen notwendig waren. Erfreulicherweise gab es auch dieses Jahr keine besonderen Vorkommnisse. 

Für die Sicherung des Rosenmontagszuges waren DRK, MHD, JUH, DLRG und THW unter der Gesamt-Einsatzleitung von Andreas Möller (DRK) im Einsatz. Von 07:00 Uhr bis 16:00 Uhr waren über 115 Einsatzkräfte zur Stelle um bei Notfällen sofort eingreifen zu können. Auch war wieder eine Vielzahl von Fahrzeugen im Einsatz.

Das DRK Ratingen wurde durch  DRK Bereitschaften aus dem Kreis Mettmann unterstützt. Ab 08:00 Uhr gab es ein gemeinsames Frühstück aller eingesetzten Kräfte, welches durch das DRK Ratingen organisiert wurde. Um 9:00 Uhr fand die letzte Einsatzbesprechung mit Zugleiter, Polizei und Feuerwehr  sowie ein letztes Briefing der Helfer statt. Zwei Kräfte der Berufsfeuerwehr Ratingen befanden sich generell mit in der Einsatzleitung und unterstützen diese.

Erstmalig tagte während des Zuges auch ein Krisenstab, dem unter anderem Vertreter der Polizei, des Ordnungsamtes und der Chef der Ratinger Feuerwehr angehörten, auf der Hauptfeuerwache. Diese wurden in 15-Minuten-Abständen über die aktuelle Lage und Entwicklung informiert. Dieser Aufwand ist eine Konsequenz aus dem überarbeiteten Sicherheitskonzept. Auch nach dieser Überarbeitung war klar, dass wir schon immer auf einem hohen Sicherheitsniveau in Ratingen waren: Die einzige Änderung dieses Jahr bestand in der Bereitstellung eines zweiten Notarztes, der den Notarztwagen RK-ME 8/81/1 besetzte.

Um 09.25 Uhr rückten die Zugbegleitung und die Rettungsmittel zu den Standorten ab. Pünktlich um 10:11 Uhr begann der Zug und gegen 14:30 Uhr konnten die eingesetzten Kräfte nach einem gemeinsamen Mittagessen in den Feierabend gehen. Von kleineren Hilfeleistungen abgesehen, waren keine besonderen Vorkommnisse zu verzeichnen. Insbesondere vor dem Hintergrund der enorm hohen Zuschauerzahlen dieses Jahr (siehe Überschrift!) haben die Ratinger somit wieder sicher den Rosenmontag feiern können.

15. Februar 2011 00:00 Uhr. Alter: 10 Jahre