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Das DRK wird schon immer
mit dem Begriff "Erste-Hilfe-Ausbildung" identifiziert.
Auch in Ratingen sehen wir in dieser Tätigkeit mehr als nur eine
satzungsgemäße Aufgabe.
Nun haben sich die Zeiten
seit "Solferino" zwar geändert, aber auch in einer
Industriegesellschaft, die über einen der modernsten
Rettungsdienste der Welt verfügt, kann Fachpersonal unmöglich zu
jeder Tages- und Nachtzeit an jedem Ort sein. Auch Heute ist der
Rettungsdienst immer wieder auf die Hilfe der Bevölkerung
angewiesen, da die nächsten immer zuerst dort sind, wo etwas
geschieht. Sie sollten in der Lage sein Erste Hilfe zu leisten!
1969 wurde es für
Führerscheinbewerber zur Pflicht einen Grundkurs der Ersten Hilfe
nachzuweisen. Dieser 8 Stunden Lehrgang nannte sich
"Sofortmaßnahmen für Führerscheinbewerber". Die
Schwerpunkte wurden naturgemäß auf die Verletzungsmuster der zu
dieser Zeit sehr hohen Anzahl von Verkehrsunfällen gelegt.
Mitte der 70er Jahre
begann man in Ratingen mit "geliehenen" Ausbildern ans
angrenzenden DRK Bereitschaften mit vereinzelten Lehrgängen. 1982
erwarb der erste "eigene" Ausbilder die Lehrberechtigung.
Fortan konnte monatlich ein Kurs für Führerscheinbewerber und für
Betriebshelfer angeboten werden. In regelmäßigen Lehrgängen der
vergangenen 20 Jahre wurden allein nahezu 800 Betriebshelfer
ausgebildet.
1986 erlebte die
Breitenausbildung sozusagen eine Revolution. Durch erste
Sonderlehrgänge konnte die Bevölkerung die Maßnahmen der
"Herz-Lungen-Wiederbelebung" (HLW) erlernen. Eine Technik,
die bis dahin als rein ärztliche Maßnahme galt. Im weiteren
Verlauf wurde die HLW in die "Erste-Hilfe-Lehrgänge"
integriert.
1989 wurden die Inhalte
der Ersten Hilfe aufgrund der geänderten wissenschaftlichen
Erkenntnisse grundlegend überarbeitet. Ein weiterer Meilenstein,
die "Herz-Lungen-Wiederbelebung", die bis dahin ja nur
Erste Hilfe Lehrgängen vorbehalten war, fand Einzug bei den Kursen
für Führerscheinbewerber! Seitdem wird ein großer Teil der
Bevölkerung in dieser lebensrettenden Maßnahme ausgebildet. So
änderte man 1991 die Bezeichnung auch in "Lebensrettende
Sofortmaßnahmen für Führerscheinbewerber" (LSM).
Zum 01.01.2000 wurden die
Bundeszuschüsse zu den Erste-Hilfe-Kursen fast vollständig
gestrichen. Gestiegene Kursgebühren und Überzeugungsarbeit in der
Bevölkerung waren die Folge. Immerhin bildet das DRK bundesweit ca.
1.000.000 Menschen pro Jahr aus.
Die Medizin macht laufend
Fortschritte. So war es ab September 2001 erneut notwendig, die
Ausbildungsinhalte der Ersten-Hilfe den geänderten
wissenschaftlichen Erkenntnissen anzupassen. Gleichzeitig wurde die
Gelegenheit genutzt, die Art und Weise der Unterrichtung auf die
neusten Methoden der erwachsenengerechten Unterrichtsgestaltung
umzustellen.
Derzeit sind im DRK
Ratingen 5 ehrenamtliche Ausbilder aktiv tätig. Weitere 2 befinden
sich in der Ausbildung. Im Jahr 2001 fanden allein 15 Erste-Hilfe
und 10 LSM-Lehrgänge mit insgesamt 293 Teilnehmern statt. Derzeit
finden regelmäßig folgende Kurse statt:
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Erste-Hilfe-Kurse
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LSM-Lehrgänge
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Erste-Hilfe für
Sportgruppen
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Lebensrettende
Sofortmaßnahmen für Angehörige von Koronarpatienten
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Erste Hilfe am Kind
(z.B. für Eltern oder Babysitter)
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Erste Hilfe für das
Kind (z.B. in Schulen)
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Erste-Hilfe-Training
Weitere Lehrgänge wurden
auf Wunsch von speziellen Gruppen zusammengestellt. So wurden
bereits Reiter aus zwei Reitställen sowie Motorradfahrer in
Notfalltrainigs geschult und Teilnehmer der Land-Rover-Trophy in
Island auf Notfälle im "Outback" vorbereitet. Die hohe
Qualifikation unserer Ausbilder macht diese Flexibilität möglich.
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